Stirb seltsam!

Herzlich willkommen!

Stöbern Sie hier nach nicht immer ernst gemeinten Hintergrundinformationen und kleinen Schmankerln zum Krimi »Stirb seltsam!«. Sollten Sie Fragen an die Autorin haben: buch@vissani-ermitttelt.de.

Viel Vergnügen!

Über das Buch und seine Autorin

Die Autorin

Wiebke Sponagel, Jahrgang 1960, hat fast 40 Jahre in Frankfurt gelebt: eine echte Hessin mit norddeutschem und Mannheimer Einschlag.

Studium in Frankfurt, Oxford, Heidelberg, Abschluss: M.A.; diverse berufliche Aufenthalte in UK, 12 Jahre freiberufliche Journalistin für Tageszeitungen in Rhein/Main, Promotion über englische Geschäftskommunikation, 35 Jahre B2B-Trainerin für Firmen im südhessischen Raum, 8 Jahre Dozentin und Gutachterin für die Leuphana Professional School/ Lüneburg, 20 Jahre zertifizierter Coach mit eigener Beratung in Frankfurt am Main. Sachbücher: »Runterschalten!« und »Downshifting«  (Haufe Verlag).

Das Buch

Buchcover

Frankfurt am Main, 2003. Er ist unbeliebt, erfolgreich, exzentrisch. Und plötzlich ist er tot.

Als Bigboss Henry Hartmann in seiner Firma unter seltsamen Umständen tot aufgefunden wird, nehmen seine Manager dies gut gelaunt zur Kenntnis. Doch das Morden geht weiter und schließlich ist Hartmann für Frankfurt, was der Mörtel für Wien ist. Entsprechend hoch ist der Fahndungsdruck, der auf Kommissar Max Vissani lastet.

Kann der Kommissar mit dem Lino-Ventura-Charme und dem lädierten Oberstübchen den Fall lösen?

Seit einem fatalen Unfall befällt den Ex-Rennfahrer hin und wieder ein Hirnflimmern, ein erstaunlicher Quell neuer Wortprägungen und Erkenntnisse. Er trifft auf eine attraktive Zeugin, die schnelle Autos und Männer mit Tigergang liebt. Auf einen Psychopathen, der von irgendwoher die Strippen zieht. Und auf einen Tatort bei Lüneburg, der alles andere als idyllisch ist.

Ein temporeicher Whodunnit, den man verschlingt, vielleicht mit ein paar zartschmelzenden Tartufi.

Das Buch erschien im Oktober 2021 im Ruhrkrimi Verlag.

ISBN Taschenbuch:
978-3-947848-42-3

ISBN E-Book:
978-3-947848-43-0

»Der Krimi für alle, die gern ihren Chef los wären«

Interview mit der Autorin, von ihr selbst frei erfunden

Anke Mauritz, 35, Redakteurin bei dem Krimi-Fachmagazin Time To Thrill, im Gespräch mit der Autorin Wiebke Sponagel.

Anke Mauritz:
Frau Sponagel, im Vorgespräch sagten Sie, Ihr Krimi Stirb seltsam! sei gedacht für alle, die sich über ihre Chefs ärgern … das müssen ja viele sein (lacht)!

Wiebke Sponagel:
(lacht auch) Stimmt! So kam mir das jedenfalls in meinen Beratungen vor. Habe mich oft gefragt, was da los ist, wenn meine Klienten klagten, unser/e Chef/in ist unfähig, ein Kotzbrocken, raubt mir den Schlaf und die Ideen … es heißt ja nicht umsonst »it takes two to tango«. Andererseits gibt es das ja wirklich, »toxische Vorgesetzte«, wie man neuerdings dazu sagt. Wie auch immer – daher kam die Idee für meinen Krimi.

Anke Mauritz:
Eine Art Lesekur für versteckte Mordgelüste?

Wiebke Sponagel:
Eher ein Lesevergnügen, hoffe ich.

Anke Mauritz:
Nach zwei Ratgebern aus Ihrer Coachingpraxis nun ein Krimi – wie kam es zu dem Genrewechsel?

Wiebke Sponagel:
Andersrum: Das Manuskript war zuerst da, hat jetzt 20 Jahre auf’m Buckel, freilich mehrfach überarbeitet. Ende des letzten Jahrhunderts – klingt nach einer anderen Welt – war ich arbeitslos und fing an, gegen den Blues zu schreiben. Der erste Entwurf war keine achtzig Seiten lang. Mein Held Vissani kam einfach zu mir – wir hatten damals ein Lieblingslokal in Frankfurt-Sachsenhausen, das Lui e Lei, prima Essen, sehr herzliche Wirtsleute aus Kalabrien – ich glaube, da hat er sich zu uns an den Tisch gesetzt … (grinst).

Anke Mauritz:
Und er hatte gleich Ähnlichkeit mit Lino Ventura?

Wiebke Sponagel:
Unbedingt. Und genauso schweigsam war er. Saß den ganzen Abend da, durchbohrte eine/n mit seinen Blicken und futterte Prosciutto di Parma …

Anke Mauritz:
(lächelnd) Eine Anspielung auf Venturas Geburtsstadt, weil viele ihn für einen Franzosen halten? (Wiebke Sponagel nickt) … Aber wieso sind Sie ein Fan, ich meine, vom Alter her …?

Wiebke Sponagel:
Tja, wie kommt sowas. Bin halt mit seinen Filmen aufgewachsen, ein bisschen wie eine gewisse Figur in Stirb seltsam. Ein Held meiner Jugend, obwohl, da haben Sie Recht, seine eigentlichen Fans gut und gern zehn, fünfzehn Jahre älter sind. Vissani ähnelt ihm, also seinen Filmcharakteren, mal abgesehen von den gelegentlichen Gehirngewittern.

Anke Mauritz:
Ein Italo-Macho, nach altem Rollenbild?

Wiebke Sponagel:
Ein Mann, mit dem manche gern einen Rotwein trinken würden … ich denke dabei an Leser und Leserinnen um die 45 plus, die mit ein paar Trüffeln auf dem Sofa den Roman verschlingen, und wissen, was Ironie ist. Die werden ihn gern haben.

Anke Mauritz:
Noch ein italienisches Urgestein ist ideell mit von der Partie: Paolo Conte bzw. sein Song Viene, via con me. Liefert er gewissermaßen den Soundtrack zu Ihrem Krimi?

Wiebke Sponagel:
… tja, könnte man so sagen, wenn es ein Film wäre … Auf jeden Fall liefert die Melodie eine Atmosphäre, eine Idee von Leichtigkeit, Witz und amour fou, die sich beim Lesen im Kopf einnistet und wunderbar den Plot ergänzt …

Anke Mauritz:
Da passt es ja, dass in den Kinos gerade die Dokumentation von Giorgio Verdelli über ihn anläuft.

Wiebke Sponagel:
(grinst) Eine Punktlandung, ja. Nach 20 Jahren. Nein, das ist natürlich Zufall.

Anke Mauritz:
Sie sprachen grad von Leichtigkeit, Witz – wie wichtig ist Ihnen dieses Element in Ihrem Krimi?

Wiebke Sponagel:
Absolut unverzichtbar. Mal abgesehen davon, dass es jetzt Krimis wie Sand am Meer gibt, egal, ob als Buch oder als Film, haben Brutalität und Kriminalität im Alltag doch einen zweifelhaften Unterhaltungswert bekommen. Inzwischen weiß jeder, was ein Femizid ist oder was ein Profiler. Da tut es doch gut, das Genre Krimi mal aus diesem Rahmen rauszuholen.

Anke Mauritz:
Sie wollen das Genre ein bisschen durch den Kakao ziehen?

Wiebke Sponagel:
Ein wenig, ja. In meinem Roman gibt es ja kaum ein Klischee, das es nicht gibt: der Psychopath, der aus dem Verborgenen agiert, die bizarre Chef-Persönlichkeit, die Helden, die einander verfallen, der grimmige Oberkriminalrat, die Zettelwand beim Täter zuhause – obwohl das auch im echten Leben vorkommt – die Retter der geraubten Helena … alles etwas schelmisch, ich geb’s zu.

Anke Mauritz:
Ein Charakter weicht ab von diesem Muster: die Monologe des Psychopathen sind sehr intensiv, gehen unter die Haut. Woher kommt diese Intensität?

Wiebke Sponagel:
Aus meinem Kopf. (grinst)

Anke Mauritz:
Sie hatten kein reales Vorbild?

Wiebke Sponagel:
Naja, man wird ja nicht sechzig, ohne ein paar schrägen Typen zu begegnen. Aber der Psychopath ist eine Kopfgeburt … Aus der Ich-Perspektive erzählen, wie er die Welt sieht, das hat mir besonders viel Spaß gemacht.

Anke Mauritz:
Auch die Auto- und Rennszenen sind packend erzählt … eigene Erfahrung?

Wiebke Sponagel:
(lacht) Nein, Rennen bin ich nie gefahren – nur Orientierungsfahrten. Aber stimmt, das Autoschrauben und Fahren hat mir immer Spaß gemacht. Damals! Als die Tomaten noch röter waren und auf den Straßen weniger Idioten unterwegs …

Anke Mauritz:
Da fühlt man sich an Ihre Heldin Helen erinnert, die ja selbst Oldtimer schraubt, aus UK kommt und auch Coach ist … steckt viel von Ihnen in ihr?

Wiebke Sponagel:
Wie man’s nimmt – es steckt auch viel von mir in anderen Figuren.

Anke Mauritz:
(lächelt) Gut, keine autobiographischen Zugeständnisse. Die Handlung Ihres Romans spielt zum Teil auch in Lüneburg. Was hat es damit auf sich – Sie hätten ja auch eine andere Stadt wählen können …?

Wiebke Sponagel:
Ich war da oft beruflich in den letzten Jahren. Die Stadt hat viel zu bieten: interessante Theater, tolle Jazz-Veranstaltungen, Museen, einen kleinen Hafen – alles überschaubar und charmant, inmitten dieser roten Giebelhäuser. Ein Gegenpol zu Frankfurt, fast zu idyllisch, im Roman jedenfalls …

Anke Mauritz:
Sagen Sie unseren Lesern zum Schluß noch, was das Besondere, das Einzigartige an Ihrem Krimi ist?

Wiebke Sponagel:
So eine Standardfrage zum Schluß, Frau Mauritz?

Anke Mauritz:
(grinst) Man will doch wissen, ob sich die Lektüre lohnt …

Wiebke Sponagel:
Aber klar! Sie bekommen einen amüsanten, raffinierten Plot, den Sie nicht mehr aus der Hand legen wollen. Aus meiner Sicht ist das Besondere die Sprache – ein Stil, den eine Lektorin mal »stachelig« nannte, mit absolut neuen Wortschöpfungen. Und Sie können abtauchen in eine Welt, die es nicht mehr gibt – mit politisch unkorrekten, aber charmanten Charakteren. Ein Vintage-Krimi, sozusagen.

Anke Mauritz:
Danke, Frau Sponagel, für dieses Gespräch.

Audio-Kostproben

Für Ihre Ohren

Die Autorin liest eine kurze Passage vom Anfang – Vissani ist gerade in Frankfurt am Main gelandet.

Vissanis Lieblingssong

»Wonderful« oder »Viene, via con me« von Paolo Conte


Wenn Sie das Video abspielen, wird eine Verbindung zu den Servern von YouTube hergestellt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.

Mit Vissani auf Du und Du – kleine Nachspeise nach der Lektüre

Sind Sie ein echter Vissani-Fan? Mögen Sie den italienischen Commissario mitsamt seinen Schrullen? Machen Sie den Test – nachdem Sie den Krimi verschlungen haben – und finden Sie es heraus!

Auf Du und Du mit Vissani

1 / 15

Worüber redet Helen mit Vissani im Bett?

2 / 15

Was macht Vissani zuerst, als er in Lüneburg ankommt?

3 / 15

Was bedeutet die von Vissanis Ex-Frau geprägte Abkürzung »SBF«?

4 / 15

Wie hieß das Auto von Vissanis erster Liebe Lilli?

5 / 15

In welchem Frankfurter Stadtteil wohnt Vissani?

6 / 15

Wie heißt der Berg in der Erzählung seines Onkels?

7 / 15

Wie nennt Vissani seine Ex-Frau Marion?

8 / 15

Was bedeutet das Wort »Kataplu« für ihn?

9 / 15

Wohin fliegt Vissani nach Abschluss des Falles?

10 / 15

Worauf bezieht sich der Begriff »Zwei Nockenwellen«?

11 / 15

Wie heißt Vissanis Lieblingstante, mit der er nicht verwandt ist?

12 / 15

Was ist Vissanis Frankfurter Lieblingsspeise?

13 / 15

Was erschrickt Vissani, als er nachts auf dem Balkon seiner Frankfurter Wohnung steht?

14 / 15

Was findet Vissani am Sex mit Helen so anziehend?

15 / 15

Was ist eine Lupara?

0%